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Käferlive Blog

No news are bad news! In diesem Sinne berichtet das Team von KaeferLive im Blog regelmäßig über Neuerungen, Interessantes und wichtige Nachrichten aus der IT-Szene. Stay tuned!
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Digitalisierung – oder: die Sau 4.0, die durchs Dorf getrieben wird.

Digitalisierung – oder: die Sau 4.0, die durchs Dorf getrieben wird.

Digitalisierung – oder: die Sau 4.0, die durchs Dorf getrieben wird.

Ich wurde von der Redaktion der Wirtschaftlichen Nachrichten der IHK Aachen gebeten, meine Meinung und Einschätzung zum Thema "Digitaliserung" abzugeben. Dabei sollte ich die Contra-Position übernehmen und die Risiken und Flasstricke kritisch herausarbeiten. Das passte zu meiner Grundeinstellung und so ergab sich ein "Battle" mit Stefan Fritz (Synaix/Cancom), der die Pro-Position einnahm. Wobei... ein Battle war es eigentlich nicht, denn unsere Positionen liegen so weit nun auch wieder nicht auseinander.

Aber lesen Sie selbst in der März Ausgabe der Wirtschaftlichen Nachrichten:

https://www.aachen.ihk.de/blob/acihk24/servicemarken/downloads/4001118/fc93e7578eb9447338eaec9332bb2ab6/wn_03_2018-data.pdf

Meine Position dazu:

Ehrlich gesagt kann ich die Diskussion um die Digitalisierung bald nicht mehr hören. Da reden so viele sprichwörtlich wie der Blinde von der Farbe und manchmal ist noch nicht mal klar, auf welcher Flughöhe man bei der Betrachtung des Themas ist. Wenn Politiker vom Breitbandausbau reden und damit die Digitalisierung meinen, ist das allenfalls eine Grundvoraussetzung. Manche sehen aber auch die IT selber als Werkzeug. Andere verstehen darunter digitale Geschäftsmodelle.


Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, was mit dem Hype gemeint ist. Faktisch heißt es, irgendwas mit Computern zu machen, was man vorher manuell erledigt hat. Also im Endeffekt das, was die meisten IT-Fachleute schon seit 20-30 Jahren machen – ich eingeschlossen. Das Neue daran ist, dass nun auch die Digital Immigrants das Thema für sich entdeckt haben. Gleichzeitig wird in allen Bereichen so viel Druck aufgebaut, dass jeder das Gefühl bekommt, etwas zu verpassen bzw. spät dran zu sein. Digitalisierung ist kein Zeitpunkt, sondern ein Prozess, der entwickelt und gut überlegt sein will.


Manche wähnen sich schon weit vorn, wenn sie eine App haben, die jetzt etwas mit fraglichem Nutzen aufs Handy bringt, was man vorher noch Face-to-Face geklärt hat. Da wird oft eine halbgare Funktionalität für kleines Geld vom Start-Up codiert und als leuchtendes Beispiel für die Digitalisierung von Geschäftsmodellen gepriesen. Wie viele Super-Ideen, wie den Wetterbericht auf den Morgentoast zu brennen, sind auch nach 2-3 Jahren am Markt oder haben gar Geld eingebracht?


Wenn man als IT-Sicherheitsexperte so ein Vorzeigeprojekt durchleuchtet, sieht es mit dem Thema IT-Sicherheit, Datenschutz oder generell der Code-Qualität oft bescheiden aus. Das betrifft den kleinen Online-Shop genauso wie Autokonzerne, Mittelständler und namhafte Organisationen. Es drängt sich der Eindruck auf, dass handwerkliche Laien am Werk waren, der Kostendruck zu groß war oder schlichtweg IT-Security und Privacy als hinderlich empfunden werden. Also weg damit!?


Auf der CeBIT 2015 wurde ein Start-Up mit einem Innovationspreis für die Entwicklung einer Forstwirtschafts-App ausgezeichnet und beklatscht. Die Vermessung von geschlagenem Holz im Wald kann jetzt statt mit einer manuellen Aufnahme durch einen Waldarbeiter in einer Stunde mit einer App in 5 Minuten erledigt werden. Hoffentlich hat der Waldarbeiter noch genug andere Dinge zu tun, wenn man ihn als Opfer der Digitalisierung nicht zum App-Programmierer umschulen kann. Das wird also Arbeitsplätze kosten, was okay ist, denn wir steuern ohnehin auf einen Fachkräftemangel zu. Dumm, dass ausgerechnet die hochqualifizierten Jobs gerade nicht durch Apps ersetzt werden können.


Veränderung ist Leben. Also ist auch die Digitalisierung nichts Schlechtes. Aussitzen wäre eine blöde Idee, denn das kann fast jedem etablierten Unternehmen den Kopf kosten. Aber jetzt Hals über Kopf zu versuchen, noch auf den angeblich davon eilenden Zug zu springen, kann nur schief gehen. Sorgfalt und ein tragfähiges Konzept sind die Basis für die Überführung von Prozessen mit einem hohen manuellen Anteil in automatisierte IT-Lösungen.


Dem gegenüber stehen die mehr als rasanten Zuwächse sowohl hinsichtlich der Rechenleistung als auch der Speicher- und Übertragungskapazitäten. Ein moderner PKW hat rund 100 Mio. Zeilen Code – vergleichbar mit der Komplexität der DNA einer Feldmaus. Wofür die Natur hunderttausende Jahre benötigt hat, versuchen wir nun innerhalb von wenigen Jahren zu überblicken und zu beherrschen. Irgendwann sind wir Menschen dann der limitierende Faktor. Ging es bei einem Incident bisher nur um Daten und Geld, geht es bei 1,5 to bewegter Masse mit 130 km/h vollautomatisiert vom Computer gesteuert auch um Menschenleben. Und wenn wir kein Verbrennerauto mehr besitzen, sondern von einer free-floating Car-Sharing-Flotte mit E-Antrieb umhergegondelt werden, dann könnten wir am Ast gesägt haben, auf dem wir alle sitzen.


Das Tempo der Entwicklung in der IT können wir oft jetzt schon nicht mehr mitgehen und aus Mut zur Lücke wird bald gefährliches Halbwissen. Schlecht, wenn die Maschinen das dann dank KI erkennen und uns aus der Gleichung ausbauen...


Als ich in der Oberstufe etwas mit Computern machte, galt ich als Freak. Heute ist man ein Freak, wenn man in dem Alter nichts mit IT macht – respektive kein Smartphone hat. Der feine Unterschied: Wir haben die Materie damals durchdrungen, denn es gab keine Apps, die man mal einfach aus dem Internet heruntergeladen hat, sondern wir mussten uns selber Programme schreiben. Das ist mehr als ein Smartphone bedienen zu können.


Ich würde mir mehr Sorgfalt, Qualität, echten Mehrwert und Nutzen statt des einen oder anderen Schnellschusses wünschen. Am Ende kommt vielleicht die Erkenntnis, mal etwas nicht mit IT umzusetzen. Das verhindert nicht, dass es der ein andere doch macht. Also doch lachend in die Kreissäge und wenigstens am Untergang noch mitverdienen? Ein klassisches Dilemma.

About:
Dipl.-Ing. Thomas Käfer, M.Sc. ist u.a. mit seinem IT-Systemhaus Käfer IT Systeme e.K. seit 1990 selbstständig in der IT tätig. Neben dem Fokus auf IT-Projekte und -Lösungen beschäftigt er sich als ö.b.u.v. Sachverständiger mit Fragen der IT-Sicherheit, dem Datenschutz und dem Gebiet der Digitalen Forensik.

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Unterstützung beim Betrieblichen Datenschutz und EU-Datenschutzgrundverordnung

Unterstützung beim Betrieblichen Datenschutz und EU-Datenschutzgrundverordnung

Betrieblicher Datenschutz und EU-Datenschutzgrundverordnung

hier: Dienstleistung als externer betrieblicher Datenschutzbeauftragter

Ab dem 18.05.2018 gilt die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (kurz DSGVO), die das bisherige BDSG ablösen wird. Zusätzlich zum bisherigen BDSG wird dann voraussichtlich auch das neue BDSG in Kraft treten, welches die Öffnungsklauseln der EU-Verordnung ausschöpft.

Kurz zusammengefasst wird der Datenschutz EU-weit harmonisiert und vor allem die Staaten, die den Datenschutz bisher nicht so reglementiert hatten wie die BRD, müssen nachziehen. Wir können uns aber auch nicht zurücklehnen, denn es gibt im Detail ein paar Neuerungen, die wir umsetzen müssen. Neu ist hier vor allem, dass die Bußgeldbestimmungen dramatisch verschärft wurden. Es sind nun Bußgelder bis 20 Mio. € oder 4% des Vorjahresumsatzes der gesamten Organisation/Firmengruppe möglich, wenn gegen die DSGVO verstoßen wird. Zudem können Betroffene nun wahlweise die Verantwortliche Stelle oder den Auftragsverarbeiter in Bezug auf Schadenersatzzahlungen in Regress nehmen. Insbesondere die Vertragsgestaltung zur Auftragsverarbeitung bedarf eines besonderen Augenmerks.

Bis zum Inkraftreten der Verordnung sind nur noch wenige Montae Zeit und wenn Sie sich noch nicht mit dem Thema oder gar grundsätzlich mit dem Datenschutz beschäftigt haben, wird es höchste Zeit zu handeln.

Wenn Sie hierzu externe Unterstützung benötigen, so kontaktieren Sie mich so schnell wie möglich!

Ihr Thomas Käfer

 

Bisher gilt (und vieles davon wird auch in der DSGVO gelten):

Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) verpflichtet Sie als Unternehmer zur Bestellung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten,

  • unabhängig von der Zahl der Beschäftigten, wenn Sie als verantwortliche Stelle personenbezogene Daten geschäftsmäßig zum Zweck der Übermittlung oder der anonymisierten Übermittlung erheben, verarbeiten oder nutzen (Beispiele: Auskunfteien, Adressverlage, Markt- und Meinungsforschungsinstitute; Vorschrift: § 4f Abs. 1 S. 6 BDSG);
  • unabhängig von der Zahl der Beschäftigten, wenn Sie als verantwortliche Stelle automatisierte Datenverarbeitungsvorgänge vornehmen, die eine Vorabkontrolle verlangen (z.B. Scoringverfahren, soweit sie selbst Entscheidungscharakter haben; Vorschrift: § 4f Abs.  1 S. 6 BDSG);
  • ansonsten, wenn Sie als verantwortliche Stelle mindestens zehn Arbeitnehmer wenigstens vorübergehend mit automatisierter Datenerhebung, -verarbeitung oder - nutzung beschäftigen (Vorschrift: § 4f Abs.  1 S. 4 BDSG); oder
  • als verantwortliche Stelle mindestens zwanzig Arbeitnehmer wenigstens vorübergehend mit nichtautomatisierter Datenerhebung, -verarbeitung oder - nutzung beschäftigen (Vorschrift: § 4f Abs. 1 S. 3 BDSG).

Der Datenschutzbeauftragte ist schriftlich zu bestellen.

Mit dem Werkzeug „Elektronische Datenverarbeitung" (kurz EDV) sind die Begriffe „Datenschutz" und „Datensicherheit" eng verzahnt und gewinnen gerade in Bezug auf personenbezogene und unternehmenswichtige Daten einen immer größeren Stellenwert. Viele Unternehmen und Institutionen sind ohne diese Daten in der heutigen, schnelllebigen und von riesigen Datenmengen geprägten Welt nicht mehr lebens- oder überlebensfähig.

Dem Schutz der erhobenen, verarbeiteten und gespeicherten Daten kommt daher aus verschiedenen Blickwinkeln eine immer größere Bedeutung zu. So stellt der gespeicherte Datenbestand oft das Rückgrat und die Basis des geschäftlichen Handels der eigenen Firma dar und ist aus eigenem Interesse in höchstem Maße schützenswert. Sei es zum einen, um das Tagesgeschäft aufrecht zu erhalten oder zum anderen, die Daten vor Fremdzugriff (Wettbewerbsvorteil) zu schützen.

Im Fall von personenbezogenen Daten kommt ein weiterer Aspekt hinzu. Die Person, über die die Daten erhoben worden sind, hat ein berechtigtes Interesse daran, dass diese Informationen nicht in fremde Hände fallen und unberechtigterweise ausgewertet oder weiterverarbeitet werden. Hier stößt man auf das weitläufige und zuweilen heiß diskutierte Thema „Datenschutz".

In Bezug auf den Datenschutz gibt es für viele Firmen die gesetzlich verankerte Pflicht zur Bestellung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten (siehe oben). Der Datenschutzbeauftragte sorgt für die Schulung der Mitarbeiter in Bezug auf den vertraulichen Umgang mit personenbezogenen Daten, der Sensibilisierung für die so genannte Datensparsamkeit (Sammeln nur wirklich benötigter Daten) und der Einhaltung der gesetzlichen und standesrechtlich relevanten Bestimmungen. Der Datenschutzbeauftragte muss dabei nicht aus der eigenen Praxis oder dem eigenen Unternehmen stammen, sondern kann als Dienstleistung z.B. über Standesorganisationen oder EDV-Sachverständige extern beauftragt werden. Ausgeschlossen von der Arbeit als Datenschutzbeauftragter ist der Firmenchef selbst sowie der mit der Wartung der EDV Anlage beauftragte Systemadministrator oder IT-Dienstleister (Vier-Augen-Prinzip).

Konkret biete ich folgende Leistungen an:

  • Schulung der Mitarbeiter hinsichtlich der Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetzes (Datengeheimnis § 5 BDSG)
  • Verpflichtung der Mitarbeiter zur Einhaltung des Datenschutzes
  • Erstellung und Aktualisierung des „Verfahrensverzeichnisses für Jedermann"
  • Erstellung und Aktualisierung der „internen Verarbeitungsübersicht" (zukünftig mit dem vorherigen Punkt zusammengefassten, nicht öffentlichen "Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten")
  • Durchführung von Vorab-Kontrollen
  • Überwachung der ordnungsgemäßen Anwendung von Datenverarbeitungsprogrammen
  • Überwachung der technisch-organisatorischen Maßnahmen
  • Beantwortung konkreter Anfragen von Mitarbeitern zum Datenschutz
  • Kontrolle, insbesondere durch Prüfung der Erforderlichkeit einer Vorabkontrolle und Durchführung der Vorabkontrolle (§ 4d Abs.5 BDSG)
  • Hilfestellung am Arbeitsplatz
  • Prüfung der ordnungsgemäßen Anwendung der Datenverarbeitungsprogramme zur Verarbeitung personenbezogener Daten (§ 4 g Abs.1 Nr.1 BDSG)
  • Prüfung der Einhaltung der datenschutzrechtlichen Erfordernisse in der Betriebskommunikation
  • Auskunfts- und Registeraufgaben, insbesondere durch Auskunftserteilung gegenüber Betroffenen  (Verwaltung der Verfahrensverzeichnisse für die Bereiche, die personenbezogene Daten verarbeiten)
  • Auskunft über etwaige Meldepflichten der verantwortlichen Stelle
  • Optimierung der technischen und organisatorischen Abläufe der Datenerhebung und -verarbeitung, insbesondere durch Erstellung und Pflege der Datenschutz-Dokumente (z.B. öffentliches Verfahrensverzeichnis, Verfahrensbeschreibung/ interne Verfahrensübersicht, Datenschutzkonzeption, notwendige Dokumentationen für automatisierte Abrufverfahren, Definition und Dokumentation technischer und organisatorischer Maßnahmen bei der Auftragsdatenverarbeitung)
  • Unterstützung der Durchsetzung unternehmerischer Entscheidungen, insbesondere durch Prüfung auf Konformität mit datenschutzrechtlichen Vorschriften; ggf. Entwicklung von Alternativlösungen, die datenschutzrechtlich unbedenklich und betriebswirtschaftlich möglichst wenig aufwendig sind
  • öffentlichkeitswirksame Darstellung von Datenschutzmaßnahmen

Phasen der Betreuung durch den Datenschutzbeauftragten

  1. Analyse und Angebot – Festlegung des Betreuungsumfangs
    1. Erste Kontaktaufnahme mit Besuch im Unternehmen; Analyse des Aufwande bzw. Schutzbedarfes; Kostenfestlegung
  2. Grundlagenschulung und Information der Geschäftsführung und der Mitarbeiter
    1. Was bedeutet Datenschutz? Sensibilisierung für das Thema und Aufzeigen der konkreten Auswirkungen auf die eigene tägliche Arbeit
    2. Vorstellung des Datenschutzbeauftragten und seiner Aufgaben
    3. Abstimmen der weiteren Vorgehensweise (Audit, Schulung Teil 2)
  3. Datenschutz-Audit
    1. Das Unternehmen wird vor Ort bzgl. datenschutzrechtlicher Bestimmungen untersucht. Es handelt sich hierbei um eine organisatorische und technische Betrachtung.
  4. Umsetzung des Bundesdatenschutzgesetzes
    1. Verpflichtung der Mitarbeiter zur Einhaltung des Datenschutzes
    2. Erstellung des "Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten" (früher „Verfahrensverzeichnisses für Jedermann" und „Internen Verarbeitungsübersichten")
  5. Laufende Betreuung
    1. Bei neu einzuführenden IT-Systemen prüft er die datenschutzrechtliche Relevanz und erteilt Freigaben.
    2. Der externe Datenschutzbeauftragte ist Anlaufstelle bei Fragen von Betroffenen im Bereich Datenschutz.
    3. Er steht dem Kunden rund um Fragen des Datenschutzes zur Verfügung.
    4. Er  ist Anlaufstelle für Fragen des Arbeitnehmer-Datenschutzes.
    5. Er übernimmt den Kontakt zur Aufsichtsbehörde.
    6. Der externe Datenschutzbeauftragte besucht das Unternehmen regelmäßig und überprüft die ordnungsgemäße Ausführung der vereinbarten Maßnahmen.
    7. Einmal jährlich wird ein Datenschutzbericht erstellt, in dem die eingeleiteten Maßnahmen, Vorfälle, Anfragen usw. dokumentiert werden.

Ein Angebot für diese Dienstleistung erhalten Sie gern auf Anfrage.

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Was bedeutet eigentlich "Digtalisierung" und "Digitale Transformation"

Was bedeutet eigentlich "Digtalisierung" und "Digitale Transformation"

Ein Erklärungsversuch, was es bedeutet und was es nicht ist und warum viele den Begriff unterschiedlich interpretieren….
 
Zunächst einmal gibt es eine ganze Reihe von selbsternannten Fachleuten der Di-gitalisierung, die faktisch wie „die Blinden von der Farbe reden“ oder wie „die Schuster die schlechtesten Schuhe haben“. Ob der Autor dieses Dokuments Ahnung hat? Entscheiden Sie selbst.

Der Text bzw. die Animation darf als Ganzes unverändert gerne geteilt und weiter-verwendet werden. Eine Zitierung oder Verwendung ohne Angabe des Autors ist eine Urheberrechtsverletzung und wird strafrechtlich verfolgt.

Die Animation finden Sie hier: https://youtu.be/cDqx_An2CXo .

Den vollständigen Text finden Sie unter https://www.KaeferLive.de/images/Prospektmaterial/Digitalisierung.pdf .

 

P.S. Und wenn Sie anderer Meinung sind oder eine Ergänzung haben: Diskutieren Sie mit mir. Im Blog. In Facebook. Auf YouTube. Per E-Mail. Per Telefon. Oder Per-Sönlich. Auch das gehört zur „Digitalen Transformation“.

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Meinung: Autoindustrie in Deutschland gefährdet sich und unseren Wohlstand

Meinung: Autoindustrie in Deutschland gefährdet sich und unseren Wohlstand

Die VW-Dieselaffäre hat sich zu einem ausgewachsenen Abgasskandal ausgeweitet. Während beim VW-Konzern der Betrug nachgewiesen und eingeräumt wurde, gibt es bei anderen deutschen Autobauern „nur“ begründete Verdachtsfälle. Noch. Jetzt kommt der Vorwurf (mit Selbstanzeigen von VW und Daimler) hinzu, dass sich deutsche Autobauer über zwei Jahrzehnte unerlaubt abgesprochen haben, welche Komponenten, Techniker und Zulieferer sie u.a. in Bezug auf die Abgasreinigung sie einsetzen. Als Ergebnis wurden mutmaßlich zu kleine SCR (Harnstoff)-Tanks zur Abgasreinigung verbaut und es wird offenbar viel zu wenig Ad-Blue in die Motoren eingespritzt. Überraschend, dass ein moderner LKW um Welten sauberer arbeitet, als ein Euro 5- oder Euro 6-PKW. Fast schon Nebensache sind die ganzen regulären Rückrufe der Automobilunternehmen wegen Produkt- und Sicherheitsmängeln und die jüngste Meldung, dass VW die brasilianische Militärregierung im dortigen VW-Werk bis 1985 systematisch bei der Bespitzelung der Mitarbeiter unterstützt hat. Und über die IT-Sicherheitsmängel, die wir bei den ersten zarten Gehversuchen hinsichtlich Vernetzung der Fahrzeuge in den vergangenen zwei Jahren entdeckt haben, redet aktuell auch niemand mehr. Denn zu den Bemühungen, den Verbraucher zu prellen und nachhaltig vom Kauf eines deutschen Premium-Autos abzuhalten, kommen noch vollmundige Produktankündigen zu Elektroautos und voll-automatisiert bis autonom fahrenden Fahrzeugen hinzu, die so wirklich keine große Mehrheit und Begeisterung bei der Bevölkerung findet. Komisch. Alle diese Maßnahmen sind geeignet, die deutsche Automobilindustrie mittel- bis langfristig vollständig zu zerstören. Ganze Wertschöpfungsketten in der Industrie und im Automobilhandwerk gehen baden, wenn sich strombetriebene automatisch fahrende Kutschen, die niemanden mehr allein gehören (und folglich auch niemand für die warmwasserbeleuchtete 21“ Alufelgen zahlt) als Ersatz für des Deutschen liebstes Kind durchsetzen sollten. Ein führendes Wirtschaftsinstitut errechnete jüngst 600.000 dauerhaft wegfallende Arbeitsplätze, wenn man auf den Verbrennermotor verzichtet. Bei Daimler braucht man zukünftig statt 7 nur noch 1 Mitarbeiter für die Motorenfertigung. Die anderen 6 können ja dann Apps für die Digitalisierung entwickeln.

Nicht falsch verstehen: Langfristig führt kein Weg vorbei an einer Abkehr von Motoren, die nicht nachwachsende Rohstoffe einfach so verbrennen und Abgase in die Luft pusten. Aber ein Elektroauto mit derzeitigen Batteriekonzepten (Schadstoffe, Reichweite, Lebensdauer) und der Energieherkunft (nur 30% aus regenerativer Energie in Deutschland) soll mir bitte niemand als Verbesserung gegenüber einem modernen Verbrenner verkaufen.

Warum uns das alles interessieren sollte? Derzeit ist jeder 10. Arbeitsplatz in Deutschland direkt oder indirekt von der Autoindustrie abhängig. Das ist ein zentraler Bestandteil unserer Wertschöpfungskette, unseres Wohlstands und der Marke „Made in Germany“.

Es wird Zeit, dass man sich in Wolfsburg, München, Ingolstadt und Stuttgart der Verantwortung bewusst wird, die man gegenüber den Mitarbeitern und der Gesellschaft hat. Und die Politik – allen voran das Bundesverkehrsministerium unter Leitung von Herrn Dobrindt (er merkt erst nichts, und dann später auch nichts) – sollte man zügig daran arbeiten, die wild gewordene Horde wieder einzufangen.

Die von der Politik herbei geredete Feinstaub-Debatte um den Diesel und Sprüche unserer Bundeskanzlerin, dass man in wenigen Jahrzehnten nur noch mit Sondergenehmigung Auto fahren darf, sind noch zusätzliche Sargnägel. Hier sägen Politik und Industrie ganz fleißig an dem Ast, auf dem wir alle sitzen. Danke dafür.

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WannaCry bald auch im Auto?

WannaCry bald auch im Auto?

WannaCry bald auch im Auto?

Im Mai hat es mal wieder eine Schad-Software bis in die Tagesschau geschafft. Dies auch vollkommen zurecht, denn schließlich hat der Erpressungs-Trojaner sozusagen als Beifang oder Kollateralschaden auch die Anzeigesysteme der Deutschen Bahn auf den Bahnsteigen und Britische Krankenhäuser tagelang lahmgelegt. Betroffen waren vor allem ältere Windows-Betriebssysteme, die nicht mit aktuellen Sicherheits-Patches abgesichert waren (sagt auch viel über die IT-Sicherheit in den betroffenen Unternehmen aus).

Und der Impact war sogar so groß, dass Microsoft entgegen sonstiger Ankündigungen sogar Patches für Uralt-Systeme nachgeschoben hat, die man eigentlich seit Jahren nicht mehr verwenden dürfte (Windows XP, Windows 2003 Server etc.).

Anderes Beispiel auch von Mai 2017: Britisch Airways musste den gesamten Flugverkehr für 1-2 Tage einstellen, weil die Firmen-IT wohl wegen eines simplen Stromversorgungsproblems komplett ausgefallen war – weltweit.

Was lernen wir daraus auch in Bezug auf das immer weitere Voranschreiten von Vernetzung, Computerisierung und Digitalisierung? Offenbar nichts.

Wir machen fröhlich weiter so bis zum nächsten Crash, denn Fachleute und solche, die wie die Blinden von der Farbe reden, gaukeln uns vor, dass in der Digitalisierung das Heil des 21. Jahrhunderts liegt.
Tatsächlich bringt die Digitalisierung – wie jeder Fortschritt – enorme Chancen. Aber bitte mit Sicherheit. Man springt ja auch nicht einfach so aus dem Flugzeug, weil man dann ganz frei fliegen kann, ohne einen Fallschirm mitzunehmen.

Viele Produktentwicklungen und Neuerung befinden sich gerade im freien Fall. War es bisher nur Geld, welches weg war, wenn die IT crashte, sind es nun schon Infrastrukturen, die zeitweise nicht oder nur noch sehr eingeschränkt funktionieren. Morgen sind es Systeme, die bei ihrem Ausfall Menschenleben kosten.

Darüber sollte man vielleicht nachdenken, wenn man Industrieanlagen und Kraftwerke vernetzt, Infrastrukturen massiv von Computern steuern lässt und dem Auto beizubringen versucht, autonom zu fahren.
Wäre ich ein Black-Hat und hätte gerade mal wieder Geldprobleme, dann würde ich eine Attacke wie WannaCry nicht auf pisselige Computer absetzen, sondern Autos angreifen. Voll lustig, wenn dann auf dem Display steht: „Schade auch – Ihr Auto wurde gerade verschlüsselt – Zahlen Sie 300,00 € oder US $ in Bitcoins auf mein Konto und ich schalte Ihnen Ihr Auto (vielleicht) wieder frei. Ansonsten bleiben Sie jetzt auf der Kreuzung stehen.“.

Dann habt Ihr wirklich etwas zum Heulen…

Wetten, dass so etwas kommt?

Oder wollen wir uns mal langsam ernsthaft über Datensicherheit unterhalten?



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